Anforderungen an Arbeitsmittel (nach Betriebssicherheitsverordnung)

Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) ist bereits seit 2002 grundsätzlich in Kraft gesetzt und regelt die Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln bei der Arbeit sowie die Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen.

Der Arbeitgeber wird dort verpflichtet, für Arbeitsmittel eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und Schutzmaßnahmen festzulegen. Das Ermitteln und Sicherstellen notwendiger Prüfungen sowie die Bestellung von zur Prüfung befähigten Personen ist dabei ein wichtiger Aspekt..

Für die Veranstaltungsbranche ist eine besondere Anforderung herauszustellen: Arbeitsmittel, deren Sicherheit von den Montagebedingungen abhängt, müssen nach der Montage jeweils vor der ersten Inbetriebnahme von einer dazu befähigten Person überprüft werden. Es gibt einige Situationen und Gewerke bei denen das auf Veranstaltungen zutrifft, denn Arbeitsmittel sind Werkzeuge, Geräte, Maschinen oder Anlagen. Sowohl die festgelegten regelmäßigen Prüfungen als auch die Prüfungen nach der Montage sind dabei zu dokumentieren und aufzubewahren. Hier gilt es, diese Anforderungen in den betrieblichen Alltag und die Abläufe zu integrieren.

Ab dem 01.06.2015 tritt die novellierte Betriebssicherheitsverordnung in Kraft, die einige Neuerungen bietet und insbesondere bei der Gefährdungsbeurteilung eine veränderte Vorgehensweise erfordert.

So sind die Anforderungen an die Arbeitsmittel neuerdings schutzzielorientiert und klarer geregelt. Die Prüfpflichten für besonders gefährliche Arbeitsmittel und Anlagen sind im Anhang zusammengefasst und transparent dargestellt. Neu aufgenommen wurden hier auch die maschinentechnischen Arbeitsmittel der Veranstaltungstechnik, für die besondere Prüfungen notwendig sind.
Wichtig: Die Gefährdungsbeurteilung muss nun schon vor der Beschaffung der Arbeitsmittel begonnen werden.
Dabei sind explizit auch Aspekte zur alters- und alternsgerechten Gestaltung sowie psychische Belastungen zu berücksichtigen.
Andererseits wurden auch Erleichterungen eingeführt, wie z.B. eine vereinfachte Vorgehensweise bei geringen Gefährdungen oder der Wegfall von Doppelprüfungen.

Für Arbeitgeber geht bereits seit 2002 kein Weg an der BetrSichVO vorbei.
Aber auch wer sich bereits damit befasst hat, wird mit den Neuregelungen vor einige Herausforderungen bei der Umsetzung gestellt.
Hier biete ich Ihnen die notwendige Unterstützung bei der sachgerechten Umsetzung der Erfordernisse.